Kitaabgänger 2011

Abgänger der Reddelicher Kita

Kita-Abgänger 2011

Es ist zu einer guten Tradition geworden, unseren Abgängern in Richtung Schule einen Artikel in der Dorfzeitung Raducle zu widmen. So auch im Jahr 2011:

Vom Rohrspatzen zum ABC Schützen
Wieder ist ein Jahr vorbei und unsere neuen ABC-Schützen erwartet der Start ins aufregende Schulleben. Welche tiefgreifenden Veränderungen der Wechsel vom Kindergarten in die Schule mit sich bringt, ist den Kleinen, oft aber auch den Eltern, gar nicht ganz bewusst.

Für unsere Schulanfänger ist in erster Linie wichtig, dass extra für sie eine große Feier ins Haus steht, dass die Schultüte reich gefüllt ist und sie endlich zu den „Großen“ gehören. Sie sind neugierig und aufgeregt, freuen sich auf neue Herausforderungen und erwarten auch kleine Abenteuer.

Für die Eltern bedeutet die Einschulung ihrer Kinder nicht nur, dass sich von nun an der Familienalltag von Grund auf ändert, sondern auch, dass sie anfangen müssen, ihre Kinder loszulassen. Denn mit jedem Tag in der Schule werden diese selbstständiger und unabhängiger. Der allgemeine Tagesablauf der Kinder wird fortan durch die Schule geprägt und wirkt sich auf alle anderen Familienmitglieder aus.

Für mich bedeutet die Sommerausgabe der RADUCLE, dass ich mich jedes Jahr aufs Neue auf strahlende Kinderaugen freuen kann. Meist wird das erste Kind von den Erzieherinnen zu mir geschickt und steht dann nervös auf und ab tretend oder an den Fingern spielend vor mir. Doch schon nach kurzer Zeit ist der Bann gebrochen und ich werde von den anderen umringt. Jeder will nun der nächste sein und erzählen, was er am liebsten mag und warum er so gern zur Schule gehen möchte. Nun ist weder Angst noch Scheu zu spüren und alle plappern munter drauf los.

Um Ihnen, liebe Eltern, den Start in den neuen Lebensabschnitt etwas leichter zu machen, haben wir einen kleinen Leitfaden zusammen gestellt:

Das ABC-Schützen-Alphabet
Vielleicht können Sie sich auch selbst ein paar Tipps ausdenken und zusammen mit Ihren Kindern das ABC einmal anders lernen.

A – wie Aufstehen
Von nun an wird Pünktlichkeit noch größer geschrieben als zuvor. Damit keine Hektik entsteht, sollte schon rechtzeitig getestet werden, wie lange man für ein gemütliches Frühstück braucht.

B – wie Bus oder Bahn
Da es im Ort keine Schule gibt, muss jeder Erstklässler lernen, mit Bus oder Bahn zur Schule zu fahren. Dabei lauern auf dem Weg die unterschiedlichsten Gefahren, auf die Sie Ihre Kinder unbedingt vorbereiten müssen.

C – wie Vitamin C
Die neuen Anforderungen an Ihre Kinder erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Obst und Gemüse eignen sich nicht nur gut als Energielieferanten, sondern peppen das Schulbrot enorm auf.

D – wie Disziplin
Mit der Einschulung beginnt für unsere Kleinen nun ein Lebensabschnitt, der ein hohes Maß an Planung und Disziplin sowohl von Seiten der Eltern als auch der Kinder erfordert, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Trotzdem sollte noch genügend Spielraum für Freizeitaktivitäten gelassen werden.

E – wie Eltern
Gerade in der ersten Zeit der großen Veränderungen sollten beide Elternteile ihre gesamte Aufmerksamkeit ihren Kindern schenken. Zeigen Sie Interesse und Verständnis für die ersten Erfahrungen, die Ihr Kind als Schulkind sammelt.

F – wie Fach
Jedes Kind hat in der Schule ein Lieblingsfach. Vielleicht liegt es an der Art und Weise, wie der Lehrer den Unterrichtsstoff vermittelt, vielleicht schlummert aber auch ein neuer Picasso oder Einstein in Ihren Kindern. Fördern Sie die Interessen Ihrer Sprösslinge, aber überfordern Sie sie nicht.

G – wie ?
Das klären wir im nächsten Jahr, vielleicht mit Ihrer Hilfe?

In diesem Jahr sind die meisten unserer Schulanfänger noch sehr jung. Sechs von den insgesamt 11 Erstklässlern wurden erst im vergangenen Monat 6 Jahre alt.

Alles Gute noch nachträglich zum Geburtstag!

Das alte Schuljahr geht nun zu Ende und unsere neuen Schulanfänger sind wohl die einzigen, die die kommenden Ferien „doof“ finden. Sie sind schon so aufgeregt und können es kaum erwarten, endlich mit dazu zu gehören. Aber seid versichert: Diese Ferienzeit wird die letzte sein, von der Ihr wünscht, dass sie schneller vergehen soll

Simone Werner

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